15.9.2019

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Kanutouren, Kanutour, Lippe, Paderborn, Wesel, Olfen, Datteln, Paddeln

Kanutour Lippe Schlafplatz Start
Schlafplatz vor dem Start
Lippe kanutour Gasthaus
Gasthaus gegenüber unseres Startplatzes
Kanutour Lippe
Die Lippe, vom Startplatz flußaufwärts fotografiert
Lippe Kanutour Naturschutzgebiet
Fahrt durchs Naturschutzgebiet
Lippe Kanutour Stromschnelle "Haus Vogelsang"
Warntafel vor der Stromschnelle "Haus Vogelsang"
kanutour lippe Stromschnelle
kleine Stromschnelle
Kanutour Lippe Rastplatz bei Dorsten
Ankunft am Rastplatz bei Dorsten
kanutour lippe Impression
Lippe-Impression
kanutour lippe Wetter
Am Sonntag war sogar richtig schönes Wetter
kanutour lippe Kühe
Trinkende Kühe am Lippe-Ufer
kanutour lippe Unterlauf
Unterlauf der Lippe
kanutour lippe Niedrigwasser
Pause bei Niedrigwasser
kanutour lippe Boot-Ally 16,5 DR
unser Boot-Ally 16,5 DR
lippe kanutour Wesel
Ankunft in Wesel

Kanutour von Olfen/Datteln nach Wesel

Entfernung: 71 km (km 75 bis km 04)
Dauer: 2 Tage

Die erste Kanutour mit dem eigenen Faltboot! Da wir im Moment in der luxuriösen Situation sind, über zwei Autos zu verfügen, konnten wir eine Tour unabhängig von Bus und Bahn planen. Wir entschlossen uns für den oben genannten Abschnitt der Lippe.

Den Freitag Abend nutzten wir, um einen geeigneten Ausstieg in Wesel zu finden und unser zweites Auto dort zu postieren. Diesen fanden wir bei den Kanufreunden Lippe. Eine Woche zuvorhatten wir schon einen geeigneten Einstieg nahe der B 235 in Olfen (von Datteln richtung Olfen fahren, nach der Brücke rechts ab, dann immer geradeaus) gefunden  und die Stromschnelle bei "Haus Vogelsang" erkundet.

Um am Samstag Zeit zu sparen, entschlossen wir uns, am Freitag direkt zur Einstiegsstelle zu fahren und dort im Kombi zu übernachten. So wurde der neue Kombi mit ein paar Bierchen im Kofferraum eingeweiht.Autoeinweihung vor dem Start

Samstag Morgen gabs schnell nen Kaffee und das Ally-Boot wurde aufgebaut. Dann konnte es auch schon losgehen. Die ersten vier Kilometer  führten durch ein Naturschutzgebiet, was landschaftlich sehr schön ist. Der Fluß durchfließt diese Kilometer mäßig fließend, so daß man Zeit hat, sich die schöne Natur und die Tiere anzuschauen. Bei Flußkilometer 71  kommt die erste Herausforderung: Stromschnelle Eine etwa 300 Meter lange Stromschnelle, die in einem Schwall endet. Wir passierten die Stelle bei Niedrigwasser. Bei diesem Wasserstand kann man die Schnelle mit etwas Vorsicht auch mit weniger Paddelerfahrung mit dem Faltboot durchpaddeln. Wir wählten den Weg links der kleinen Insel. In dem Schwall am Ende wurden wir dann richtig naß und mußten etwa zwanzig Liter Waser aus dem Boot schöpfen. Es empfiehlt sich, vor der Stromschnelle wasserdichte Kleidung anzulegen, oder, falls vorhanden, die Spritzdecke zu schließen.

Auf den folgenden zwei Kilometern passiert nichts aufregendes und wir genießen die Landschaft. Bei Kilometer 69 ist wieder Aufmerksamkeit geboten. Der Brückenschwall ist ganz lustig und wieder spritzig. Diesmal hatte ich die Regenhose zum Glück an. Trotz Niedrigwassers ist die Stelle gut passierbar. Die Brücke kann auch als Einstiegsstelle benutzt werden. Da ich alle Hände voll zu tun hatte, gibts von der Stelle noch keine Fotos-wie leider von allen spritzigen Stellen.

Mit gemächlicher Strömung geht es weiter. Auf den nächsten Kilometern warten keine wassertechnischen Abwechslungen, außer beiToter Baum Niedrigwasser vielleicht mal eine ganz kleine "Stromschnelle". Bei Kilometer 58,5 gibt es eine ausgeschilderte Umsetzmöglichkeit zum Wesel-Datteln-Kanal, der die Lippe auf ihrem Weg zum Rhein begleitet.

Bei Kilometer 54 passieren wir Haltern. Der Bahnhof ist dort nicht weit von der Lippe entfernt, so daß dieser sich für Faltboot-Fahrer eignet. Um ihn zu erreichen sollte man am besten in der Nähe der Straßenbrücke (km 54) aussteigen.

Die nächste kleine Schnelle kommt bei einer Eisenbahnbrücke bei Kilometer 51,5. Bei unserem Wasserstand war auch diese Stelle recht einfach zu passieren. Ohne Grundberührung, aber mit ein paar Litern Wasser mehr im Boot, kamen wir durch. Bitte mehr davon!!!

Doch mit mehr ist erstmal nix. Die Landschaft ist nun mehr und mehr industriell geprägt und die Strömung verlangsamt sich. Industrielandschaft an der LippeWir nähern uns einer mächtigen Industrieanlage. Die Lippe staut sich hier auf einer Länge von etwa vier Kilometern und es gibt praktisch überhaupt keine Strömung mehr. Wir hören die vor kurzem unterpaddelte Autobahn und die Geräusche des Industriekomplexes. Nicht so schön. Also nix wie weg.

Am Ende des Staus nimmt der Fluß wieder bedächtig Geschwindigkeit auf und bringt uns wieder in natürlichere Umgebung. Ohne weitere Stromschnellen oder sonstige Abwechslung erreichen wir schließlich unseren Übernachtungsplatz. Zum Übernachten haben wir einen Rastplatz neben einer Brücke gewählt.Blick aus dem Zelt Die zur Brücke gehörende Straße ist am Wochenende, zumindest abends, wenig befahren und nervt nur begrenzt. Wer von einem Paddeltag müde ist, kann auf jeden Fall gut schlafen. Das taten auch wir, und so konnte die Kanutour morgens um neun nach einem kleinen Frühstück mit Brot, Obst und Kaffee weitergehen.

Unterhalb des Rastplatzes nimmt die Lippe etwas an Fahrt auf und bringt uns deutlich zügiger voran, als am ersten Tag. Es gibt hier und da mal einen Stein im Wasser, der umfahren werden muß oder mal eine kleine Stromschnelle-zumindest bei unserem Wasserstand. So kommen wir zügig bis Kilometer 37,5. Dort erwartet uns endlich wieder ein ordentlicher Schwall. Auch hier giengs pronlemlos durch. Endlich wieder Action.

Nun sind wir auch schon in Dorsten. Um Dorsten herum ist die Lippe extrem begradigt und fließt sehr langsam. Man fühlt sich fast wie auf einem Kanal. Nur daß es keine Motorboote gibt. Der Weg am Fluß ist bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrern wohl sehr beliebt für einen Sonntagsausflug-was ich nicht so recht verstehen kann. Bei Kilometer 33,9 befindet sich eine Eisenbahnbrücke. Die Gleise gehen direkt zum sehr nahe gelegenen Bahnhof von Dorsten. 

Bei Kilometer 29,7 unterqueren wir eine Autobahn. Etwa zweihundert Meter weiter dürfen wir einen recht kräftigen Schwall passieren, der schon etwas konzentration erfordert, bei unserem Wasserstand jedoch nicht unbedingt gefährlich erschien. Endlich wieder was los! Die Strömung ist in diesem Abschnitt allgemein etwas schneller als auf der Strecke des Vortages. Wir kommen gut voran und manchmal kommen kleine Schnellen. Nix wildes, aber abwechslungsreich. Bei Kilometer 22,5 gibt es nochmal die Möglichkeit, die Boote in den Kanal umzusetzen. So kann man auch Rundtouren verwirklichen, ohne auf Bus und Bahn oder ein zweites Auto angewiesen zu sein: Lippe runter, Kanal rauf. Nach unserer Paddeltour auf dem Dortmund-Ems-Kanal im Sommer kann ich das Paddeln auf dem Kanal aber nur als Notlösung empfehlen. Viele Schiffe und Motorboote erzeugen in Kombination mit den Spundwänden eine lange anhaltende, von allen Seiten kommende Wellenbewegung, die einen leicht aus dem Rhytmus bringt. Es ist auch ständig Vorsicht vor Schiffen und Booten geboten....nicht so entspannt.

Im weiteren Verlauf der Kanutour zeigt sich die Lippe als nett fließendes Wiesenflüßchen, daß sich durch meißt landwirtschaftlich genutzten Flächen hindurchschlängelt. Nach wie vor gibt es viele  Kormorane und Fischreiher zu sehen. Auch Haubentaucher und einige Eisvögel konnten wir ausmachen. Auffallend war die hohe Fluchtdistanz der Tiere. Sogar Enten, die normalerweise als recht zutraulich gelten, flüchteten teilweise schon, als wir uns auf hundert Meter näherten.Landschaft an der Lippe Wir konnten, auch mit viel Mühe, keinen einzigen am Ufer fischenden Reiher umfahren, ohne daß dieser flüchtete. Ein Zeichen dafür, daß die Tiere hier nicht an Menschen gewöhnt sind. Man wird daran erinnert, daß man sich tatsächlich in der Natur bewegt, und sich nicht in einem Tierpark oder auf einem Ententeich befindet. Daher sollte man die geltenden Anlandeverbote einhalten und sich vorsichtig verhalten. Es lohnt sich in jedem Fall, sich mal eine Weile still treiben zu lassen und nur zu beobachten.

Bei Kilometer vier erreichen wir schließlich bei schönstem Wetter unser Ziel. Die Treppe bei den "Kanufreunden Lippe" in Wesel kann privat als Ausstieg genutzt werden. Wir bauen auf der komfortablen Wiese unser Boot ab und tragen es etwa dreihundert Meter zum wartenden Auto.

Dieser Tourbericht ist lediglich als persönliche Momentaufnahme zu verstehen. Vielleicht sind einige Stellen bei anderen Wasserständen deutlich anders einzuschätzen. Die gesamte Strecke der Kanutour ist, vielleicht mit kleinen Ausnahmen, für Einsteiger geeignet. Knifflige Stellen können aber umtragen werden. Wenn man die Strecke nicht kennt und noch nicht so viel Erfahrung hat, empfiehlt es sich vielleicht, kurz anzulanden ud die Gefahrenstelle vor der Durchfahrt zu besichtigen. Unser Fazit: Es war eine schöne Tour, wenn auch zeitweise strömungstechnisch etwas behäbig. Die Entfernung kann mühelos in der angegebenen Zeit bewältigt werden. Wir erreichten unser Ziel eher als geplant, obwohl es am ersten Tag nicht danach aussah.

Angaben zum Pegelstand: Während unserer Tour lag der Pegel in Haltern bei etwa 135 cm, also unter dem durchschnittlichen Niedrigwasser. Grundberührung hatten wir trotzdem nicht. Infos zum aktuellen Pegel gibt es hier.

Wer Fragen zu unserer Tour hat, kann uns gerne eine eMail schreiben. Hier gehts zum Kontaktformular.

Für die Vorbereitung der Tour diente uns folgendes Kartenmaterial:

* Gewässerkarte Lippe (2. Auflage von 2004; ISBN: 3-929540-08-8), erschienen im Jübermann-Verlag

* Die Strecke kann mit Google-Earth betrachtet werden (mal besser, mal weniger gut)

 

 

Fragen und Anmerkungen

Wenn Ihr Fragen zur Tour habt oder eine Anmerkung oder Ergänzung hinterlassen wollt, schreibt bitte einen Kommentar. So können alle Leser davon profitieren.

10 Kommentare

Seite 1 von 2 12 >>

#10 Giggi schrieb am 29.05.2016 22:29 answer email homepage

Huhu, kann ich diese Strecke auch mit einem relativ gutem Schlauchboot fahren. Bin zufällig ans Lippechillen gekommen und möchte mit meiner Freundin mal eine 2-3 Tagestour machen. Bis jetzt entspannen wir nur zwischen Schermbeck u Wesel. Wir sind zwar mutig aber wollen auch nicht im Auffangbecken NL enden. Wäre super, wenn wir mehr erfahren könnten. Mein Böötchen soll auch nicht kaputt gehen. Will noch viele Stunden sooo schön chillen, wie auf der Lippe!!! Liebe Grüße Giggi

#9 caiwiotr schrieb am 21.06.2015 21:03 answer email homepage

Fick meinen Arsch in deine Mudda denn sie stinkt

#7 pepe schrieb am 30.10.2011 22:17 answer email

Dein Kommentar : Razz

ab dorsten besteht ein ufer-betretungs verbot!!!!

leider halten sich viele anfänger, die keine ahnung vom paddeln haben, ich denke mal so wie du, daran.

aber ertst recht nicht die angler. wenn du mit einem vernünftigen boot fahren würdest, würdest du auch nicht nass, auch nicht in den "gefährlichen" stromschnellen (ha ha)

die touren auf dem kanal machen sehr viel spass, und normale paddler freuen sich über jedes schiff, das dann endlich eine welle macht

#8 Haiko schrieb am 31.10.2011 12:24 answer email homepage

Hallo Pepe,

vielen Dank für diesen überaus hilfreichen, konstruktiven und erhellenden Beitrag!

Gruß,

Haiko

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