Rundtour mit Start in Flaesheim: Kanal hoch, Lippe runter
Eckdaten:
Entfernung: etwa 40km
Start und Ziel: Flaesheim (siehe Karte)
Dauer: 1,5 Tage
Als Startpunkt haben wir die Umsetzstelle vom Wesel-Datteln-Kanal in die Lippe bei Flaesheim gewählt. Flaesheim liegt in der Nähe von Haltern. Von Haltern aus nimmt man die L612 in suedlicher Richtung iund biegt sofort nach dem Überqueren von Lippe und Kanal links ab auf die L609/Flaesheimer Strasse. Dieser folgt man, bis es links in eine kleine Sackgasse geht. Einfach reinfahren, Brücke überqueren und dort Parken. Da das Einsetzen in den Kanal an dieser Stelle wenig Sinn macht, haben wir beschlossen, erst nach der Schleuse Flaesheim einzusetzen. Also begann unsere Tour mit etwa 500 Metern Fußmarsch mit Bootswagen. Der Kartenauschnitt stammt aus der "Gewässerkarte Lippe", 2. Auflage (ISBN: 3-929540-08-8) vom
Jübermann-Verlag
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Paddeln auf dem Kanal ist sicherlich nicht das größte Vergnügen, aber dank geringen Schiffsverkehrs und netter Landschaft mit wenig Straßenkontakt war es diesmal erträglich. Natürlich nervt das Umtragen der Schleusen. Vor allem dann, wenn die ausgewiesene Umtragestelle mit einem Bauzaun abgesperrt ist und nur mit Hilfe einer zufällig anwesenden Radlergruppe überwunden werden konnte. Da waren mal wieder richtige Planungs-Meister am Start.
Nachdem wir den Wesel-Datteln-Kanal hinter uns gelassen hatten, mußten wir noch zwei Kilometer auf dem Dortmund-Ems-Kanal absolvieren, dann war die Lippeüberquerung erreicht. Dort setzten wir innerhalb der immer noch nicht beendeten Baustelle in die Lippe um. Leider mitten in der Baustelle. So mußte noch die Ölsperre nach der Baustelle im dreckigen Wasser überhoben werden. Zum Glück gab es eine Flache Stelle, so daß es kein allzu großes Problem darstellte. Die Freude war trotzdem groß: Die letzte Umtragung auf der Tour war geschafft und es ging nun die Lippe runter.
Unser Ettappenziel war nun nicht mehr weit entfernt. Noch sieben Kilometer bis zum Rastplatz an der Stromschnelle am "Haus Vogelsang". Die Stromschnelle war auch der Höhepunkt des Paddeltages. Obwohl der Zugang zum Rastplatz eigentlich vor dem Beginn der Stromschnelle liegt, entschlossen wir uns, die Schnelle erst mal zu passieren und die paar Meter zurück zu laufen. So wurden wir dann kurz vor Schluß nochmal richtig naß. Das Ende der Stromschnelle ist alles Andere als einfach zu passieren und es hätte uns beinahe erwischt. Etwas schräg in den Schwall (geht kaum anders) und die Welle lief über die Bordwand. Zum Glück verwindet sich unser Ally-Boot recht stark und bleibt dadurch insgesamt kointrollierbar. Mit einer ordentlichen Pfütze im Boot landeten wir schließlich an.
Am Rastplatz befanden sich schon ein paar Typen mit Motorrollern, die dort grillten.Einer von denen half uns beim Rücktransport des Bootes zum Rastplatz. Sehr nett. Kaum hatten wir alles zum Zeltplatz getragen, wurde auch schon das Abenessen serviert: frisch gegrillte Bratwürstchen. Noch netter!
Wir genossen eine ruhige Nacht direkt an der Stromschnelle. Kein Auto,kein Flugzeug-nix war zu hören außer dem Rauschen des Flusses.
Nachdem wir richtig ausgeschlafen hatten, packten wir alles ein und es ging weiter. Nach ein paar Kilometern folgt noch ein schöner Brückenschwall. Das war es dann auch an wassertechnischen Herausforderungen. Trotzdem war die Tour weiterhin sehr sachön. Die Landschaft ist zu dieser Jahreszeit sehr schön und abwechslungsreich. Viele Tiere haben bereits Nachwuchs bekommen und tummeln sich zusammen mit diesem am Ufer oder auf dem Wasser. Wir konnten viele Otter sehen, die vor allem in den Abendstunden aktiv waren und an Ihren Behausungen bauten.
Trotz unseres sehr gemächlichen Tempos erreichten wir gegen 15:30 wieder unseren Ausgangspunkt. Die Aussetzstelle liegt innerhalb einer Pferdeweide (Nehmt Möhren mit-dann habt Ihr Ruhe vor den Pferden)..








