14.5.2008 : 20:03 : +0200

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Schiffshebewerk Henrichenburg - Alte Schleuse dortmund ems kanal kanutour
Schiffshebewerk Henrichenburg - Alte Schleuse
Hier haben wir übernachtet kanutour dortmund ems kanal
Hier haben wir übernachtet
Überholendes Schiff dortmund ems kanal kanutour
Überholendes Schiff dortmund
Schiff in der Abendstimmung auf dem Dortmund-Ems-Kanal
Schiff in der Abendstimmung auf dem Dortmund-Ems-Kanal
Unser Camp am dortmund ems kanal kanutour
Unser Camp am Dortmund Ems Kanal
Gräser im Abendlicht am dortmund ems kanal
Gräser im Abendlicht
Tina holt Spülwasser kanutour dortmund ems kanal
Tina holt Spülwasser
Relaxter Steuermann auf dem dortmund ems kanal
Relaxter Steuermann auf dem Dortmund Ems Kanal

Dortmund-Olfen-Dortmund

Entfernung: etwa 40 Kilometer (etwa km 8 bis km 28 und zurück)
Dauer: 2 Tage

Hier ist nun der Tourbericht unserer ersten zweitägigen Kanutour. Als Gewässer wählten wir dafür den Dortmund-Ems-Kanal. Wir hatten den Kanal gewählt, weil er erstens nicht weit entfernt ist, und uns zweitens als optimales Anfängergewässer erschien. Die Eignung für Anfänger stellte sich aber bald als Fehleinschätzung heraus.

Unsere Tour begannen wir am frühen Samstag morgen in Dortmund-Mengede nahe der L 654, auch Königsheide genannt. Wir fahren von Mengede stadtauswärts und biegen nach der Kanalbrücke nach links in den Parkplatz ein.Start in Dortmund-Mengede Der Startplatz ist nach 200 Metern zu fuß erreicht. Auf der Wiese bauen wir unser Ally-Boot auf und können es bei einem Betonsteg komfortabel wassern, beladen und besteigen. Die Fabrik gegenüber ist sehr romantisch...

Los gehts also: Wir paddeln entspannt los und schauen mal, was uns erwartet. Es war schon  schön warm an diesem Sommermorgen. Es sollte wieder ein heißes Sommerwochenende werden. 

Unser erstes Etappenziel war das Schiffshebewerk Henrichenburg bei Kiometer 16. Hier erwartet uns eine gut ausgebaute, etwa 600 Meter lange, Umtragestelle. Sie führt durch Kraftwerk bei Henrichenburg-alte Schleusenkammerdie alte Schleusenkammer, die inzwischen trockengelegt und gepflastert ist. Man erreicht die Umtrage, indem man sich ganz links hält, und in den linken Seitenarm paddelt. Am Ende komt ein Steg an dem man anlegen kann.
Nach dem Schiffshebewerk ändert sich die Szenerie gewaltig. War die Strecke von Dortmund bis Henrichenburg wenig befahren und landschaftlich angenehm, folgte nun ein Kontrastprogramm: recht starker Schiffsverkehr, Motorboote und Industrieanlagen. Mit der Ruhe war es erstmal vorbei. Oft mußten wir Schiffen ausweichen, manchmal war wenig Platz zwischen Ufer bzw. Spundwand und Schiff. Ständig mußte man aufmerksam sein und auf herannahende Schiffe achten. Die Wellen der Freizeitboote trugen ihr Übriges zum "Fahrcomfort" bei. Wobei man sagen muß, daß sich die Berufskapitäne weitaus freundlicher und rücksichtsvoller erwiesen als die meißten Hobbyskipper.

Etwa bei Kilometer 19 machten wir in herrlichem  Industrieambiente Kraftwerk bei Henrichenburgerstmal Pause.  Erstma was Essen-dann wird alles besser. Bald fahren wir weiter. Unser Plätzchen zwischen Kanal und Fahrradweg gegenüber eines Kraftwerkes lud nicht gerade zum ausgiebigen Verweilen ein.

Kurz später erreichten wir den Liegehafen Datteln und passierten die Abzweigung des Datteln-Hamm-Kanals. Etwa einen Kilometer weiter zweigt links der Wesel-Datteln-Kanal ab, der parallel zur Lippe verläuft. Wenig späterkommen wir an die Stelle, an der der Dortmund-Ems-Kanal beschädigt wurde und sich dessen Inhalt daraufhin in die Lippe ergoß. Nur durch das schließen zweier Fluttore des Kanals konnte die Menge des ausfließenden Wassers begrenzt und damit eine Überschwemmung verhindert werden.

Wir paddeln weiter und überqueren nun die Lippe. Obwohl wir eigentlich noch ganz fit sind, suchen wir allmählich einen geeignetes Plätzchen für unser Nachtlager.Lagerplatz am Dortmund-Ems-Kanal Da wir nicht wissen, ob wir am folgenden Tag immer noch so gut drauf sein würden. Außerdem soll es morgen Gewitter geben. Da uns die schon die Tour am Wochenende zuvor vermießt hatten, wollten wir am Sonntag gegen Nachmittag wieder zurück sein. Da es aber nun keine Wiesen mehr gab am Kanalufer, sondern nur noch Felder und eingezäunte Pferdekoppeln, erwies sich die Suche als etwas schwierig. Schließlich schlugen wir das Lager in der Nähe einer Baustelle auf. Immerhin wurde dort am Wochenende nicht gearbeitet. War nicht besonders romantisch, aber nach dem Essen, als es langsam dämmrte, war es schon schön. Wir waren noch baden-eher treibenlassen mit Schwimmweste zur Baden im Dortmund-Ems-KanalEntspannung-und saßen dann noch am Kanal und genossen den Sonnenuntergang. Dann haben wir gut geschlafen.

Am nächsten Morgen waren wir früh wach. Nach einem Frühstück mit Brot und Kaffee machten wir uns auf den Rückweg. Diesen legten wir aufgrund der Schwüle und der nahenden Gewitter zügig zurück. So gab es auch noch einen sportlichen Teil der Tour. Der Verkehr bis Henrichenburg ist wieder recht stark. Wir sind froh, als wir Henrichenburg hinter uns haben und wieder auf dem ruhigen Streckenabschnitt gen Dortmund paddeln. Am frühen Nachmittag erreichen wir unseren Ausgangspunkt, der heute von vielen Grillern bevölkert ist, die uns etwas verwundert beim Bootsabbau beäugen. Flugs einladen und ab nach Hause.

 

 

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